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Urgesteinsmehl zur Bodenverbesserung im Garten

Urgesteinsmehl

Wenn ich den Garten im Frühjahr vorbereite, dann hakele ich etwas Urgesteinsmehl, Hornspäne, fertigen Kompost oder auch, je nach Bedarf, Pferdemist unter. Mit dieser Mischung komme ich ganz gut durchs Gartenjahr und ich dünge natürlich auch noch mit Brennesseljauche. Aber für den Start ins Jahr ist diese Mischung für mich persönlich perfekt.

Was ist Urgesteinsmehl?

Urgesteinsmehl sind im Endeffekt gemahlene Steine. Sie werden häufig im Bio-Anbau, Weinbau aber auch in Kleingärten verwendet. Das Mehl soll die Bodenfruchtbarkeit und Wasserhaltefähigkeit im Boden verbessern. Weiterhin hilft es auch gegen Pilzbefall und stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen.

Das Urgesteinsmehl hilft gerade bei ausgelaugten Böden diese wieder mit Nährstoffen anzureichern, verbessert den Humusaufbau der obersten Bodenschicht und stellt den Bodenlebewesen wichtige Nährstoffe zur Verfügung. Es können im Mehl Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium sowie andere für die Fotosynthese, Frucht- und Blütenbildung benötigte Spurenelemente enthalten sein.

Urgsteinsmehl ist aber nicht immer gleich

Der Begriff ist nicht geschützt und ihr müsst beim Kauf darauf achten, aus welchen Steinen das Steinmehl gewonnen wurde und wie eure Bodenbeschaffenheit ist. Es gibt verschieden Typen:

  • alkalische Urgesteinsmehle für natürlich sauren Böden (Sand, Gley, Podsol)
  • saure Urgesteinsmehle für Böden mit einem natürlichen hohen Calciumgehalt (Ton, Lehm, Löß)

Es kommt darauf an wozu das Urgesteinsmehl verwendet werden soll. Wenn ich die Bodenbeschaffenheit meines Gartens verbessern möchte, dann gebe ich Gesteinsmehl zu meiner Hornspäne-Pferdemist-Mischung und grabe es unter. Einfach nur bestäuben ist bei diesem feinen Mehl sehr verlustreich. Ihr könnt es auch ins Gießwasser geben und die Erde damit gießen. Ich mache das immer nach Gefühl, aber wer es genauer braucht:

  • Kalkhaltige Böden bekommen laut meiner Recherche 150 – 200 g auf 1 m2
  • Sandböden: 200 – 300 g auf 1 m2
  • Komposterde verbessern: 50 g pro Kg

Gesteinsmehl hilft aber auch gegen lästigen Geruch. Es bindet die Gerüche bei der Brennesseljauche oder auf dem Kompost. Bei der Brennesseljauche das Mehl vor dem Ausbringen ins Jauchewasser geben

Meine Mutter hat dieses Gesteinsmehl auch für die Schneckenbekämpfung verwendet. Da ich alles in Hochbeeten anpflanze und keine Schneckenprobleme habe, kann ich nur aus den Erfahrungen meiner Mutter berichten. Es sollte nur an windstillen und trockenen Tagen ausgebracht werden. Es wird auch zu Mundschutz geraten, da man es eventuell einatmen könnte. Sie hat aber nie einen verwendet. Sie hat häufig die Pflanzen damit bestäubt, wenn sie unter einer Pilzkrankheit litten. Ich verwende das Urgesteinsmehl bei meinen Tomaten als Dünger und zum Bestäuben bei der Blätter bei verschiedenen Erkrankungen.

Was darf nicht damit gedüngt werden:

Manche Urgesteinsmehle sind alkalisch. Sie sind nicht geeignet für Moorbeetplanzen wie, Heidelbeeren, Azaleen, Hortensien, Eriken, Rhododendren oder Kamelien.

Fazit:

Wer seinen Gartenboden mit neuen Nährstoffen versorgen möchte oder auch neu anpflanzt, dem empfehle ich das Urgesteinsmehl. Gerade bei Gartenerde, die recht sandig ist, kann das Steinmehl recht hilfreich sein.

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